Autorenarchiv für xtivate: Stefan Woditschka

Welche Festplatten verbaut Ihr?

Eine der häufigsten Fragen unserer Kunden dreht sich um die Festplatten, die im Netzwerkspeicher verbaut werden.

Für alle NAS-Server benutzen wir zum Zeitpunkt dieses Blog-Eintrags folgende Platten:

1,0TB: Samsung HD103SJ (7200 RPM)
2,0TB: Seagate ST2000DL004 (5400 RPM)
3,0TB: Seagate ST3000DM001 (7200 RPM)
4,0TB: Hitachi 5k4000 (5700 RPM, 24/7 zertifiziert)

Diese Festplatten sind uneingeschränkt zu allen bei uns erhältlichen Netzwerkspeichern kompatibel. Wir versuchen Sie zeitnah auf diesem Blog zu informieren, wenn wir uns für eine neue Standard-Festplatte entscheiden. Sollten Sie aus irgend einem Grund eine andere Platte wünschen, montieren wir selbstverständlich auch gerne Ihr Wunschmodell, soweit kompatibel und verfügbar. Da wir nur eine gewisse Produktpalette in großen Mengen einkaufen, können wir Ihr gewünschtes NAS mit anderen Festplatten in der Regel nicht zu den gewohnt günstigen Preisen aus dem Shop anbieten.

Apropos einbauen:

Wer bei uns sein NAS mit Platten kauft und zusätzlich eine Speichererweiterung oder Netzwerkkarte bestellt, bekommt diese ab sofort ebenfalls mit eingebaut!

Sonos Bundleaktion: Gratis BRIDGE zum PLAY:5

Wer bis zum 30. April einen Sonos PLAY:5 bei uns kauft, erhält eine BRIDGE (ehemals ZoneBridge 100) gratis dazu: Das macht den Einstieg ins Sonos-System besonders komfortabel und kostengünstig.

Als besonderes Angebot bieten wir für den Zeitraum dieser Aktion unseren Blog-Lesern das gleiche Bundle mit einem Sonos ZP120 (bzw. CONNECT:AMP) an – Sprechen Sie einfach unseren Vertrieb telefonisch darauf an!

Zum Bundle mit schwarzem PLAY:5
Zum Bundle mit weißem PLAY:5

Kupferkabel zwischen 2 Gebäuden – Keine gute Idee

Unsere Netzwerke tendieren dazu, immer größer zu werden. War vor einigen Jahren nur der PC im Arbeitszimmer mit dem Internet verbunden und das Wort “Heimnetzwerk” noch relativ unbekannt, sind Häuser heute oft vom Keller bis unters Dach mit Netzwerkanschlüssen versehen. Auch in vielen Firmen ist der Netzwerkanschluss fast überall auf dem Gelände obligatorisch.

Viele Kunden, die z.B. den eigenen Geräteschuppen mit einer Überwachungskamera sichern wollen sind nun oft überfragt wie das Netzwerk zu verlegen ist.

Kupferkabel oder LWL?

Im deutschsprachigen Raum sind Gebäude meist galvanisch voneinander getrennt. D.h. jedes Haus verfügt über eine eigene Erdung. Als Erdung fundiert ein Metallkontakt unter dem Fundament, der über die üblichen Sicherungssysteme mit allen Steckdosen verbunden ist. Werden nun zwei Gebäude, die über unterschiedliche Erdungen verfügen, mittels Netzwerkkabel verbunden, ist die galvanische Trennung aufgehoben. Das ist erst einmal nicht sonderlich schlimm, da der Potentialunterschied auf Grund des ohmschen Widerstands der Stromkabel allenfalls wenige Millivolt beträgt. Sie erhalten vielleicht ein paar Störungen auf Grund der riesigen Masseschleife. Richtig gefährlich wird das Ganze erst beim Blitzeinschlag: Schlägt ein Blitz in der Nähe eines Gebäudes ein, wird das Potential auf der Erdung plötzlich angehoben. Wenn der Punkt des Blitzeinschlags nicht genau zwischen den beiden Gebäuden liegt befinden sich die beiden Erdungen auf unterschiedlichen Potentialen, wodurch eine mitunter sehr hohe Spannung durch das Netzwerkkabel fließt. Im günstigen Fall ist dann “nur” die Netzwerkhardware kaputt. Wer in der Schule im Physik-LK saß, kennt dieses Phänomen vielleicht noch als Schrittspannung. Aus dem gleichen Grund sollte man bei Gewitter die Füße dicht aneinander lassen und sich auf keinen Fall auf den Boden legen.

Das heißt, dass in jedem Fall zuerst geprüft werden sollte ob unterschiedliche Erdungen vorliegen. Der oben genannte Geräteschuppen besitzt in den wenigsten Fällen eine eigene Erdung sondern ist sowieso schon mit Ihrem Haus galvanisch verbunden. In diesem Fall ist die Installation mit witterungsbeständigem Netzwerkkabel kein Problem. In allen anderen Fällen sollte Lichtleiter an Stelle von Kupferkabel verwendet werden. Anschlüsse für LWL sind oft an speziellen Switches zu finden oder per mini-GBIC nachrüstbar. Alternativ können Sie auch 2 Medienkonverter verwenden (einen vor und einen hinter der LWL-Strecke).

Alternativen: WLAN oder PoE

Natürlich ist LWL nicht die einzige Technologie, die zwei Gebäude ohne galvanische Kopplung verbinden kann. Auch WLAN ist hier eine hervorragende Wahl, wenn nicht auf Gigabit- oder gar 10GbE-Geschwindigkeit Wert gelegt wird.

Wer nur Überwachungskameras oder WLAN-APs an oder in einem anderen Gebäude installieren möchte, kann mitunter auch auf PoE (Power over Ethernet) zurückgreifen: Bei dieser Technologie werden angeschlossene Geräte über das Netzwerkkabel mit Strom versorgt und kommen somit nicht mit dem Massepotential des zweiten Gebäudes in Berührung.

Mediakonverter im Shop
Power over Ethernet (PoE) Produkte im Shop

Neue NAS-Generation: QNAP stellt x69-Serie vor

Besucher der CeBit konnten am QNAP-Stand bereits die neuen Geräte bewundern. In den von der x59-Serie gewohnten Gehäusen steckt neue, auf dem Intel Atom D2700 basierende Hardware. Einzige Änderung am Gehäuse: Der in der x59 Pro II Serie eingeführte USB3.0-Port wurde wieder auf die Rückseite verlegt.

Die NAS-Server werden als 2-bay, 4-bay, 5-bay, 6-bay und 8-bay verkauft.

TS-269 Pro

TS-469 Pro

TS-569 Pro

TS-669 Pro

TS-869 Pro

HDD-Slots

2

4

5

6

8

CPU

Intel Atom D2700 @ 2x 2,13 GHz

RAM

1GB DDR3

eSATA

2x

USB 3.0

2x

USB 2.0

5x

Ein konkreter Release-Termin wurde uns nicht genannt, wir gehen aber davon aus, dass wir Ihnen die neuen Server in den nächsten Wochen anbieten können.

Die Original-Pressemitteilung von QNAP finden Sie hier.

zur TS-269 Pro im Shop
zur TS-869 Pro im Shop

Netzwerkspeicher auch übers Internet nutzen

Spätestens seit iPhone und Co sind viele Internetnutzer nahezu permanent online. Warum dann nicht von Unterwegs auf die Daten des eigenen NAS-Servers zugreifen? Zum Beispiel könnten Sie so mit dem Handy auf Ihre komplette Musiksammlung zugreifen, hätten Ihre Daten immer parat oder könnten Ihren Freunden den Zugriff auf gemeinsam genutzte Dateien gewähren. Das funktioniert tatsächlich, erfordert aber einige Konfigurationsarbeit.

In diesem Howto möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie Ihren NAS-Server ins Internet bringen ohne für jedermann Tür und Tor zu Ihren Daten zu öffnen. Da die Konfiguration jedes Routers anders funktioniert, sollten Sie sich mit der Menüoberfläche Ihres Gerätes vertraut machen.

DDNS

Wer sich, wie die meisten Nutzer, über eine DSL-Verbindung ins Internet einwählt, erhält bei jeder Neueinwahl eine freie IP-Adresse aus dem Pool seines Internet Service Providers. Zusätzlich gibt es bei den meisten Providern noch einmal am Tag eine Zwangstrennung. Das führt dazu, dass Ihr Router mindestens einmal alle 24 Stunden eine neue Adresse bekommt.

Damit Sie sich nicht jeden Tag eine neue Adresse merken müssen, und Ihnen im Urlaub auch niemand der Daheimgebliebenen die aktuelle Adresse mitteilen muss, erstellen wir zunächst einen „dynamischen“ Domain Name System (DNS) Eintrag. Dabei handelt es sich um eine Internetadresse wie „beispiel.dyndns.org“, über die Sie von außen Zugriff auf Ihr Heimnetzwerk erhalten können.

Einen kostenlosen DDNS Eintrag können Sie bei einem der zahlreichen Anbieter, wie „dyndns.org“ oder „no-ip.com“ einfach online registrieren. Die automatische Synchronisation lässt sich dann im DSL-Router einrichten. Einige Hersteller, wie z.B. QNAP oder Synology bieten dies auch, inklusive Account-Erstellung, über die Weboberfläche ihrer NAS-Geräte an.

 

Network Adress Translation – NAT

Alle im Heimnetzwerk befindlichen Geräte erhalten von Ihrem Router eine eigene IP-Adresse aus einem Pool von speziell dafür reservierten, im Internet nicht vergebenen Adressen. 65.536 Adressen bietet z.B. der Bereich von 192.168.0.0 bis 192.168.255.255.

Dadurch hat nun zwar jedes im lokalen Netzwerk befindliche Gerät eine eigene Adresse und kann im LAN auch über diese erreicht werden, jedoch bietet Ihr Router nach Außen nur eine IP-Adresse bzw. Ihren neuen DDNS-Namen. Für eine Verbindung, welche vom Heimnetzwerk aus ins Internet initiiert wird, stellt das kein Problem dar. Der DSL-Router ist informiert, welches Gerät die Verbindung nach außen geöffnet hat. Somit kann er dann auch die entsprechende Gegenverbindung zurück zum Initiator im Heimnetzwerk aufbauen.

Für eine Verbindung ist neben der Zieladresse auch die Angabe eines Ports nötig, auf welchem das Zielgerät auf Verbindungsanfragen wartet. Weiterhin wird über den Port kommuniziert, um welche Art von Dienst es sich handelt. Die Portnummer darf dabei die Werte 0 bis 65535 annehmen, wobei für standardisierte Anwendungen Ports im Bereich 0 bis 1023 reserviert sind. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Ihr Router verwirft jeden Verbindungsversuch von Außen, für den keine Anfrage aus dem Heimnetzwerk bestet. – Er weiß schließlich auch nicht, wohin das entsprechende Paket weitergeleitet werden muss. Außerdem bietet das natürlich für die Geräte in Heimnetzwerk schon ein gewisses Grundlevel an Sicherheit.

Genau diese Richtlinie möchten wir im Folgenden untertunneln. – Sie möchten schließlich von Außen auf Ihren Netzwerkserver zugreifen. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie mit den folgenden Schritten ein Stückchen Sicherheit aufgeben, da Ihr Netzwerkserver von nun an im Internet auffindbar und auch angreifbar sein wird. Nutzen Sie daher sichere Passwörter und deaktivieren Sie Zugriffsmöglichkeiten, die keine Passwörter benötigen (z.B. den Gast-Account).

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten, von denen wir Ihnen mit UPNP und der manuellen Portweiterleitung zwei vorstellen möchten.

UPNP

Die einfachere der beiden Möglichkeit ist „Universal Plug and Play“. Für die Nutzung ist nur eine Aktivierung auf dem DSL-Router notwendig. Sobald ein Gerät im Heimnetzwerk einen Dienst über UPNP bereitstellt wird der DSL-Router informiert, welche Ports er für welchen Dienst zum Internet offen zu halten und auf Anfragen zu lauschen hat. Für einige Dienste gibt es bereits standardisierte UPNP-Protokolle.

Geht nun auf dem entsprechenden Port eine Anfrage ein, wird die Verbindung vom Router an den Netzwerkteilnehmer weitergeleitet, welcher die UPNP-Weiterleitung beim Router registriert hat.

Da dies alles automatisch abläuft und jeder Netzwerkteilnehmer über UPNP mögliche Verbindungswünsche beim Router anmelden kann, ist dies sicherheitstechnisch jedoch höchst bedenklich.

Manuelle Portweiterleitung

Als Alternative kann man auch alle von außerhalb zulässigen Verbindungsanfragen und deren Weiterleitung zum entsprechenden Gerät im Heimnetzwerk von vorn herein definieren. Dazu bieten die meisten Router im Konfigurationsmenü die Einrichtung so genannter „virtueller Server“.

Die Erfassung erfolgt dann meist über eine Tabelle in welcher man die Weiterleitungsregeln definiert, allgemein mit folgender Form: „IP des Gerätes im Heimnetzwerk“, „dessen Port(s)“, „externe Port(s)“, „zu verwendendes Netzwerkprotokoll“

Der Eintrag „192.186.7.25 | 5005 | 53728 | TCP“ könnte z.B. den Zugriff über „WebDAV“, was auf einem NAS mit der lokalen IP-Adresse „192.168.7.25“ auf Port „5005“ läuft, vom Internet aus über Port „53728“ mit dem TCP-Protokoll „http“ ermöglichen.

Der Dienst auf dem NAS wäre dann über das Internet mittels Webbrowser unter „http://DDNS-Name:53728“ erreichbar.

Allgemein ist es ratsam, möglichst hohe externe Portnummern zu wählen um die nun am Router offenden Ports für potentielle Angreifer nicht sofort entdeckbar zu machen. Außerdem vermeiden Sie es so, Ports von Standardanwendungen zu blockieren.

Bei einigen Diensten, wie z.B. FTP oder Webdav, ist es notwendig für die Antwort mehrere externe Ports zu reservieren. – Welche Ports benötigt werden, können Sie z.B. aus Wikipedia-Artikeln zum entsprechenden Protokoll erfahren.

Beispiel: Webinterface der Synology DiskStation freigeben

Soviel zur Theorie. Um die ganze Prozedur einmal zu demonstrieren, richten wir den externen Zugriff auf das Webinterface der Synology DiskStation ein: Über den Dateibrowser können sie dann auf den Datenbestand Ihres NAS zugreifen. Bei Netzwerkspeichern von QNAP und Thecus funktioniert das übrigens ganz ähnlich.

In nur 3 einfachen Schritten kommen Sie zum Ziel:

Schritt 1: Erst einmal muss Ihr dynamischer DNS-Eintrag konfiguriert werden. Öffnen Sie den DiskStation Manager und wählen sie im Bedienfeld den Eintrag „DDNS“. Wenn Sie bereits einen Eintrag besitzen, können Sie sich einfach einloggen. Andernfalls können Sie sich z.B. bei No-IP.com einen Eintrag registrieren.

DDNS-Einstellungen im Synology DiskStation Manager

Schritt 2: Da wir stets um Sicherheit bemüht sind, wollen wir das Webinterface nur per HTTPS freigeben. Öffnen Sie im Bedienfeld die Option „DSM-Einstellungen“. Im Reiter „HTTP-Dienst“ aktivieren Sie nun die HTTPS-Verbindungen und wählen eine Portnummer. Ich habe mich hier für die 1337 entschieden.

HTTPS-Verbindung mit Synology DiskStation Manager auf Port 1337

Schritt 3: Die Portweiterleitung muss jetzt noch aktiviert werden: Öffnen Sie dafür das Webinterface Ihres Routers und suchen nach der Option „virtueller Server“ oder „Portweiterleitung“. Hier tragen Sie die IP Ihrer DiskStation ein, für den internen sowie den externen Port wählen sie die eben vergebene Nummer (in meinem Fall 1337), das Protokoll ist TCP.

Sind die Einstellungen gespeichert, können sie über Ihren dynamischen DNS-Eintrag auf Ihre DiskStation zugreifen. Rufen Sie zum Test im Browser https://mein.dyndns.eintrag:1337 (DDNS-Name und Port entsprechend ersetzen) auf. Achten sie darauf, https anstelle von http zu verwenden. Vermutlich werden Sie darauf hingewiesen, dass die Verbindung nicht vertrauenswürdig ist. Das ist so auch ganz richtig, bestätigen Sie die Ausnahmeregel. Ab Sofort haben sie von überall Zugriff auf Ihre DiskStation. Achten Sie im Interesse Ihrer Sicherheit drauf, nur Passwörter zu vergeben, die eine gewisse Hürde darstellen und nicht sofort geknackt werden können.

NAS von Synology und QNAP finden Sie in unserem Shop.

DSM 4.0 veröffentlicht

Pünktlich zur CeBIT hat Synology den DiskStation Manager 4.0 (DSM 4.0), die neue Firmware für Disk- und RackStation, vorgestellt.

Besonders interessant für private User ist unter anderem die “Cloud Station”, für professionelle Nutzer bietet Synology ab jetzt auch einen DHCP-Server sowie eine Backup-Funktion für iSCSI-LUNs. Außerdem wurde die Menüführung vereinfacht und verbessert.

Da der Release jetzt offiziell ist, liefern wir alle unsere DiskStations ab sofort mit der neuen Version aus.

Wer sich weiter über den DiskStation Manager 4.0 Informieren möchte, findet bei Synology ausführliche Informationen.

Hier finden Sie unsere Synology Produkte.

DS1812+: 8-bay NAS von Synology verfügbar

Mit der DS1812+ bietet Synology jetzt erstmals ein 8-bay NAS. Dabei ist die DS1812+ auf bis zu 18 Laufwerke erweiterbar. Hierzu werden, analog zur DS1512+, zwei DX510 benötigt, die über die beiden eSATA-Anschlüsse an das Hauptgerät angeschlossen und über dessen Webinterface verwaltet werden.

Die Hardwarebasis hierfür bildet der Intel Atom D2700 (DualCore, 2x 2,13 GHz) zusammen mit 1GB DDR3-RAM. Bei aktivierter Link Aggregation sollen damit 194,4 MB/s beim Schreiben und 192,3 MB/s beim Lesen möglich sein. Besonders vorbildlich: Der Stromverbrauch ist mit 71,5W unter Volllast und nur 28,6W im Ruhezustand der Festplatten angenehm niedrig. – Auf Dauer schont das nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Unser erster Eindruck: Das Gerät macht einen genauso soliden Eindruck wie die beliebten 5-bay Server von Synology. Im Vergleich zu QNAP (TS-859 Pro+ und TS-879 Pro) punktet Synology mit dem niedrigeren Preis, im Gegensatz zum Thecus N7700PRO gibt’s mehr Features und einen Slot mehr. Wer demnächst ein 8-bay NAS erwerben möchte, sollte sich die DS1812+ also schon einmal genauer anschauen. Wenn die DiskStation noch um eine oder gar zwei DX510 erweitertet werden soll, sollte aber über ein RAM-Upgrade (auf bis zu 3GB) nachgedacht werden.

Augen auf beim Kabelkauf: Das richtige Netzwerkkabel

Besonders für die Kunden, die trotz des derzeit durchgehend schlechten Wetters den Weg in unser Geschäft in Ilmenau gefunden haben, ohne vorher im Shop zu stöbern, ist eine Rückfrage immer besonders ungewohnt: “Was denn für ein Kabel?”. Für den Kunden ist natürlich klar was er sucht: Netzwerkkabel, 25 Meter, Farbe egal.

Wir führen in unserem Shop aber jede Menge verschiedene Kabel für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke im Netzwerk. Welches Kabel nun benötigt wird, hängt also von vielen Faktoren ab; das falsche Kabel lässt sich unter Umständen nicht montieren oder funktioniert einfach nicht richtig:

1. Der Einsatzzweck

Hier gibt es grundsätzlich 2 verschiedene Typen zur Auswahl:

flexibles “Patchkabel” ist die wohl bekannteste Form, die unter anderem dafür verwendet wird, den eigenen Rechner mit dem Netzwerkswitch oder Router zu verbinden. Patchkabel bestehen intern aus Litze, also vielen kleinen Drähten, die nicht für die Hausinstallation (also das Anschließen von Netzwerkdosen) geeignet sind. Neben Patchkabel gibt es dann noch so genanntes “Cross-Over-Kabel”, eine in 10/100-Mbit Umgebungen noch häufig anzutreffende Form von Kabeln, die dazu verwendet wurde, PCs mit PCs oder Hubs mit Hubs zu verbinden. Der Grund hierfür war, dass auf einem Adernpaar gesendet und auf dem anderen empfangen worden ist, so dass die Adernpaare in der Mitte “über Kreuz getauscht” werden mussten, wenn beide Geräte davon ausgehen, vom gleichen Typ zu sein. Moderne Geräte, die Gigabit unterstützen, unterstützen auch Auto-Negotiation (das automatische Aushandeln, auf welchem Adernpaar gesendet und auf welchem empfangen wird). Dieser Typ ist somit in Neuinstallationen eigentlich überflüssig und verschwindet mehr und mehr vom Markt. Wenn Sie Gigabit einsetzen, ist es also egal, ob Sie Cross-Over- oder Patchkabel verwenden. Obwohl diese Kabel als Meterware verkauft werden, ist die gängige Form hier das vorkonfektionierte Kabel, fertig mit Steckern und in den “üblichen” Längen.

starres “Verlegekabel” wird verwendet, um in der Hausinstallation Netzwerkdosen oder Patchpanels anzuschließen! Meistens wird es unterputz oder im Kabelkanal verlegt. Diese Kabel bestehen aus Massivdraht, der sich mit dem passenden Werkzeug sehr einfach und sicher montieren lässt. Dafür sind sie für die Montage von Netzwerksteckern ungeeignet und werden nur als Meterware oder als Rolle verkauft.

2. Die Geschwindigkeit

Für eine Neuinstallation ist im Heim- und Bürobereich derzeit nur Gigabit eine sinnvolle Basis: Fast Ethernet (100Mbit) ist einfach zu langsam (Datenübertragungsraten von ~12 MB/s) und 10GbE übermäßig teuer und kaum unterstützt. Allerdings kann es durchaus sinnvoll sein, den Dateiserver im Büro über einen 10GbE-Uplink zu betreiben. Alle verbreiteten Netzwerkkabel unterstützen Gigabit, so dass für den Anschluss des eigenen Rechners eigentlich jedes Kabel verwendet werden kann.

“Cat5e” ist für die Übertragung mit Bandbreiten von bis zu 100 MHz geeignet und damit für Gigabit völlig ausreichend.

“Cat6″ ist für Bandbreiten bis 250 MHz geeignet und bietet somit für 10GbE eigentlich nicht genug Bandbreite. Für kurze Stecken ist die Übertragung von 10GbE zwar möglich, aber nicht empfehlenswert. Dafür ist Cat6 aber besonders beliebt, um bei normaler Gigabit-Geschwindigkeit lange Strecken ohne Leistungsverlust zu überwinden.

“Cat6a” bietet eine stabile Bandbreite von 500 MHz. Das reicht zwar rechnerisch auch noch nicht für 10GbE (laut Standard 650 MHz), kann aber für “kurze” Stecken (bis ca. 30m) dafür verwendet werden. Auf dem Kabel tritt zwar ein Leistungsverlust auf, dieser ist aber bei weniger als 30m noch so klein, dass immer noch ein ausreichend starkes Signal ankommt.

“Cat7″ bietet 600 MHz Bandbreite, Cat7a sogar 1000 MHz. Leider ist Cat7 der erste Standard, bei dem nicht mehr der bekannte RJ-45 Stecker eingesetzt werden kann, da dieser bauartbedingt nicht für derart hohe Frequenzen verwendbar ist. Bis eine nennenswerte Produktpalette mit den neuen Steckern verfügbar ist, verkaufen wir keine Cat7-Patchkabel. Allerdings haben wir bereits Cat7-Verlegekabel im Angebot, die wir auch für die Hausinstallation empfehlen. Wenn 10GbE erstmal in den Massenmarkt eingedrungen ist, müssen für ein Upgrade keine neuen Kabel verlegt sondern nur die Netzwerkdosen getauscht werden.

3. Die Technologie:

Für den Endkunden ohne Kentnisse der Elektrotechnik eher uninteressant, aber auf dem Markt immer häufiger anzutreffen sind außerdem weitere Abkürzungen für die verwendete Technologie, z.B. “S/FTP”. Der Buchstabe vor dem “/” oder “-” steht für die Abschirmung nach draußen, der Buchstabe dahinter für die Abschirmung der einzelnen Adernpaare. Die letzen beiden Bustaben sind heute  immer “TP” und stehen für “twisted pair”, also paarweise verdrillte Hin- und Rückleitungen.

Beispielsweise steht “S/FTP” für “screened foiled shielded twisted pair” und beschreibt ein Kabel, dessen verdrillte Adernpaare mittels einer Metallfolie gegeneinander abgeschirmt sind und das außerdem unter der Isolierung noch einmal über eine Abschirmung aus Drahtgeflecht verfügt. Das hört sich zwar hochwertig an, bietet dem Endkunden aber genau so viel Information, wie dass ein Intel Core i7 in 32nm-Technologie gefertigt wird. Verlassen Sie sich in diesem Fall lieber auf die unterstütze Bandbreite. Sollten Sie Ihr Netzwerkkabel unter elektrisch besonders schwierigen Fällen (z.B. im Kabelkanal direkt neben stark belasteten Stromkabeln) einsetzen wollen, empfehlen wir im Zweifelsfall S/FTP.

4. Die Länge:

Die oben genannten Werte für die Bandbreite wurden auf der Standardkonfiguration “5m Patchkabel – Netzwerkdose – 90m Verlegekabel – Netzwerkdose – 5m Patchkabel” ermittelt. Da Patchkabel messbar schlechtere elektrische Eigenschaften als Verlegekabel besitzen, können Sie nicht davon ausgehen, mit sehr langen Patchkabeln hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus entstehen an Netzwerkdosen Kontaktwiderstände, die im Zweifelsfall auch nicht vernachlässigt werden dürfen. Besonders anfällig hierfür sind die gerne verwendeten Kupplung-Kupplung-Adapter zum Zusammenstecken von 2 Netzwerkkabeln.

Wenn Sie also lange Patchkabel und/oder viele Netzwerkdosen auf einer Strecke von über 50m einsetzen wollen, sollten Sie entweder bessere Kabel (Cat6a statt Cat5e) verwenden oder Switches zum auffrischen des Signals auf halber Strecke einplanen. Strecken unter 50m funktionieren bei Gigabit in aller Regel problemlos, also keine Panik!

 

Wer sich hierüber hinaus über Netzwerkkabel informieren möchte, findet auf der Wikipedia-Seite “Twisted-Pair-Kabel” weiterführende Informationen. Natürlich helfen wir Ihnen auch gerne telefonisch oder per Email bei der Planung Ihres Netzwerks.

Verlegekabel  finden Sie bei uns im Shop.
Patchkabel (Cat6a) finden Sie ebenfalls bei uns.

QNAP: Neue Erweiterungen und neue Firmware

Mit der Firmware-Version 3.6 rüstet auch QNAP auf: Im Gegensatz zu Synology stehen hier (neben der ebenfalls vorhandenen Cloud) Features für den professionellen Einsatz im Vordergrund:

Mit Serverdiensten für Proxy, VPN und LDAP können weitere wichtige Netzwerkfeatures auf das NAS verlegt werden.

Neue Erweiterungsmöglichkeit: JB-1200U-RP

Mit der neuen Firmware unterstützen die TurboStations der x79-Serie nun auch eine neue Form der Erweiterung: Mit dem angekündigten JB-1200U-RP wird in naher Zukunft eine Erweiterung für 12 Festplatten verfügbar sein, die über das Hauptgerät verwaltet werden.

Synology DiskStation Manager 4.0 Beta

Ab 16.01. wird die neue Beta-Version des Synology DiskStation Managers (DSM) auf der Synology-Website zum Download bereitstehen.

Neben der neuen, verbesserten Benutzeroberfläche punktet die neue Firmware mit Apps für Android Tablets sowie den Kindle Fire. Außerdem wird erstmals der “Synology Cloud Service” vorgestellt, den wir uns in naher Zukunft noch einmal genauer anschauen werden.

Hinweis: Wir liefern unsere DiskStations bis zum Abschluss der Betaphase weiterhin mit dem DSM in der Version 3.2 aus.
Das offizielle Blog des Online-Shops xtivate.de.

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